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Das Bubsheimer Motorsport Team meldet sich aus dem Lockdown zurück

Bubsheim (wr) – Das EPS-RENNSPORT Team um Patrick Steuer bringt nach nur wenigen Tests und zahlreichen Verhandlungen beide Fahrzeuge beim Doppel-Rennen der Nürburgring Langstrecken Serie auf der Nordschleife (NLS) vom 10. bis 12. Juli, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, an den Start.

Bereits der erste Lauf der NLS wurde erfolgreich durchgeführt und glänzte mit einem durchdachten Sicherheitskonzept. „Die Organisation um die NLS und den Veranstalter haben einen super Job gemacht und eine abenteuerliche Open Air Boxengasse errichtet, mit der die Veranstaltung durchgeführt werden kann“, berichtete Steuer.

Obwohl die Situation auch für Rennteams derzeit schwierig sei, gerade um finanzielle Mittel und Fahrer zu finden, freue sich das Schwäbische Team für das Samstagsrennen den BMW E90 325i in der Klasse V4 an den Start bringen zu können. „Die Klasse ist seit Jahren bekannt dafür, dass es hier heiß her geht und durch die vielen Starter darin der Meister gekürt werden kann. Die Piloten für dieses Rennen sind Thomas Ardelt (Wettringen), Henning Deuster (Bendorf) und Christian Alexander Dannesberger (Hainburg)“, sagte Steuer.

Mit dem Porsche Cayman GT4 CS startet das Team auch in der Cup3 Klasse der Manthey Trophy. Mark Wallenwein (Stuttgart) und Patrick Steuer (Bubsheim) selbst werden an beiden Rennen in das Lenkrad des Zuffenhausener greifen.

„Ich freue mich unglaublich wieder ins Lenkrad greifen zu dürfen und versuche die Erkenntnisse aus den Tests mit auf die Strecke zu nehmen. Mit Mark habe ich einen super Fahrer mit auf dem Fahrzeug und hoffe, dass wir unsere Ziele erreichen können. Es wäre sehr wichtig für mich und für das Team“, erklärte Steuer.

Die Organisation rund um die Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) hat für alle Fans, Zuschauer und Partner von der kompletten Veranstaltung eine Übertragung eingerichtet. Am Samstag ab 8.20 Uhr wird bereits das Qualifying und durchgehend über den Rennstart um 12 Uhr bis zum Zieleinlauf um 16 Uhr übertragen. Für den Sonntag gelten die gleichen Uhrzeiten.

„So ein „Doubleheader“ ist für das Team ebenfalls neu und wird auch für den Veranstalter eine Premiere sein. Wir freuen uns bei dem Prestige- Wochenende dabei sein zu können und sind gespannt. Auch wenn es ein hartes Wochenende für Fahrzeug, Fahrer und vor allem das Team sein wird, sind wir alle hochmotiviert und werden alles geben“, berichtete Steuer.

Das Bubsheimer Rennteam EPS RENNSPORT um Teameigner Patrick Steuer feiert Premiere: Der Porsche Cayman GT4 CS, das neue Fahrzeug des Teams für die Saison 2020, dreht seine ersten Runden auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Die ersten Kilometer auf der „Heimatstrecke“ des Teams waren jedoch nicht die ersten Kilometer des neuen Fahrzeugs: Der erste Rollout fand bereits im Februar im badischen Hockenheim statt. Ursprünglich geplant war dieser in Monza (Italien), der dort vorgesehene Testtag wurde aufgrund der durch COVID-19 („Corona-Virus“) verursachten Situation jedoch abgesagt.

Das Fahrer-Lineup für die Saison 2020 besteht aus Henning Deuster (Bendorf) und Christian Rosen (Berlin). Teameigner Patrick Steuer unterstützt das Fahrerduo im Rahmen der Saisonvorbereitungen bei der Abstimmung und Einstellung des Zuffenhausener Boliden und ist nach dem Rollout in Hockenheim zufrieden: „Der Test in Hockenheim war wirklich super. Wir konnten viele Kilometer sammeln und das Fahrzeug kennenlernen; beide Fahrer haben sich gut an den Cayman gewöhnt“.

Nach der Absage von Monza bestand Unsicherheit, ob die Test- und Einstellfahrten der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, vormals VLN) wie geplant stattfinden würden. Diese war glücklicherweise unbegründet: Zwar wurde auf die Anwesenheit von Publikum verzichtet, den Teams stand der Weg auf die Nordschleife am 14. März jedoch offen.

EPS RENNSPORT machte ich am Vorabend auf den langen Weg Richtung Eifel, im Gepäck: Der rennbereite Porsche Cayman GT4 CS, foliert im brandneuen, modernen Design der Saison 2020. Bei optimalen Testbedingung schalte Samstag früh die Ampel in der Boxengasse endlich auf grün: Die Strecke wurde geöffnet, die Saison 2020 hatte begonnen.

Teameigner Patrick Steuer ging als erstes auf die Strecke und stellte sich den ca. 25 km der „Grünen Hölle“. Nach ein paar Anpassungen des Fahrzeugs konnte er seinen ersten Stint erfolgreich absolvieren und war sehr zufrieden mit dem Cayman: „Das Fahrzeug ist von der Basis her schon das perfekte Rennfahrzeug für die Nordschleife. Der Speed und die Aero passen einfach zusammen. Ich freue mich auf den Einsatz, da wir echt ein gutes Setup für den Start gefunden haben“.

In den späteren Stints am Vormittag stand der Test und die Einstellung der Systeme, die für den Langstreckeneinsatz benötigt werden, im Vordergrund. Leider wurde der Testtag gegen Mittag früher als geplant beendet: Ein Abflug im Streckenbereich Metzgesfeld (Kilometer 7) beschädigte den Porsche Cayman GT4 CS so schwer, dass eine Reparatur und Fortsetzung der Testfahrten nicht möglich war. Trotz des Abflugs trat EPS RENNSPORT am Nachmittag die Heimreise nach Bubsheim mit einem positiven Fazit an.

Der Motorsports steht jedoch mittlerweile, wie viele Dinge, hintenan. Die durch COVID-19 („Corona-Virus“) ausgelöste Pandemie sorgt für Unsicherheit und Angst. EPS RENNSPORT hat sich für die Saison 2020 ehrgeizige Ziele gesteckt, die nun gefährdet sind. Sicherheit und Gesundheit gehen jedoch vor, wie Teameigner Patrick Steuer erklärt: „Wir stehen absolut hinter den Entscheidungen, der Sicherheit und Gesundheit vorzubeugen. Wir hoffen, dass die Lage mit Vernunft und Besonnenheit überstanden wird und das Leben bald für alle wieder so normal wie möglich weitergehen kann. Für uns und viele Firmen ist es nun schwierig, mit der Lage umzugehen – aber dennoch können wir noch eine Weile durchhalten“.

Schon geschwächt durch die Wirtschaftskrise hat sich das Team in den letzten Jahren schwer getan, Sponsoren zu finden. Die aktuelle Gesundheitskrise, ausgelöst durch die Pandemie, macht die Gesamtsituation natürlich nicht besser. EPS RENNSPORT hält trotzdem an den gesteckten Zielen fest, dessen Höhepunkt die Teilnahme am ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring darstellt. Wie in den letzten Tagen bestätigt wurde, wird dieses glücklicherweise nicht ersatzlos gestrichen, sondern auf September 2020 verschoben: Das Team freut sich auf dieses sportliche Großereignis und ist zuversichtlich, bis dahin die schlimmste Zeit dieser Krise überstanden zu haben.