Das Bubsheimer Rennteam EPS RENNSPORT um Teameigner Patrick Steuer feiert Premiere: Der Porsche Cayman GT4 CS, das neue Fahrzeug des Teams für die Saison 2020, dreht seine ersten Runden auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Die ersten Kilometer auf der „Heimatstrecke“ des Teams waren jedoch nicht die ersten Kilometer des neuen Fahrzeugs: Der erste Rollout fand bereits im Februar im badischen Hockenheim statt. Ursprünglich geplant war dieser in Monza (Italien), der dort vorgesehene Testtag wurde aufgrund der durch COVID-19 („Corona-Virus“) verursachten Situation jedoch abgesagt.

Das Fahrer-Lineup für die Saison 2020 besteht aus Henning Deuster (Bendorf) und Christian Rosen (Berlin). Teameigner Patrick Steuer unterstützt das Fahrerduo im Rahmen der Saisonvorbereitungen bei der Abstimmung und Einstellung des Zuffenhausener Boliden und ist nach dem Rollout in Hockenheim zufrieden: „Der Test in Hockenheim war wirklich super. Wir konnten viele Kilometer sammeln und das Fahrzeug kennenlernen; beide Fahrer haben sich gut an den Cayman gewöhnt“.

Nach der Absage von Monza bestand Unsicherheit, ob die Test- und Einstellfahrten der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, vormals VLN) wie geplant stattfinden würden. Diese war glücklicherweise unbegründet: Zwar wurde auf die Anwesenheit von Publikum verzichtet, den Teams stand der Weg auf die Nordschleife am 14. März jedoch offen.

EPS RENNSPORT machte ich am Vorabend auf den langen Weg Richtung Eifel, im Gepäck: Der rennbereite Porsche Cayman GT4 CS, foliert im brandneuen, modernen Design der Saison 2020. Bei optimalen Testbedingung schalte Samstag früh die Ampel in der Boxengasse endlich auf grün: Die Strecke wurde geöffnet, die Saison 2020 hatte begonnen.

Teameigner Patrick Steuer ging als erstes auf die Strecke und stellte sich den ca. 25 km der „Grünen Hölle“. Nach ein paar Anpassungen des Fahrzeugs konnte er seinen ersten Stint erfolgreich absolvieren und war sehr zufrieden mit dem Cayman: „Das Fahrzeug ist von der Basis her schon das perfekte Rennfahrzeug für die Nordschleife. Der Speed und die Aero passen einfach zusammen. Ich freue mich auf den Einsatz, da wir echt ein gutes Setup für den Start gefunden haben“.

In den späteren Stints am Vormittag stand der Test und die Einstellung der Systeme, die für den Langstreckeneinsatz benötigt werden, im Vordergrund. Leider wurde der Testtag gegen Mittag früher als geplant beendet: Ein Abflug im Streckenbereich Metzgesfeld (Kilometer 7) beschädigte den Porsche Cayman GT4 CS so schwer, dass eine Reparatur und Fortsetzung der Testfahrten nicht möglich war. Trotz des Abflugs trat EPS RENNSPORT am Nachmittag die Heimreise nach Bubsheim mit einem positiven Fazit an.

Der Motorsports steht jedoch mittlerweile, wie viele Dinge, hintenan. Die durch COVID-19 („Corona-Virus“) ausgelöste Pandemie sorgt für Unsicherheit und Angst. EPS RENNSPORT hat sich für die Saison 2020 ehrgeizige Ziele gesteckt, die nun gefährdet sind. Sicherheit und Gesundheit gehen jedoch vor, wie Teameigner Patrick Steuer erklärt: „Wir stehen absolut hinter den Entscheidungen, der Sicherheit und Gesundheit vorzubeugen. Wir hoffen, dass die Lage mit Vernunft und Besonnenheit überstanden wird und das Leben bald für alle wieder so normal wie möglich weitergehen kann. Für uns und viele Firmen ist es nun schwierig, mit der Lage umzugehen – aber dennoch können wir noch eine Weile durchhalten“.

Schon geschwächt durch die Wirtschaftskrise hat sich das Team in den letzten Jahren schwer getan, Sponsoren zu finden. Die aktuelle Gesundheitskrise, ausgelöst durch die Pandemie, macht die Gesamtsituation natürlich nicht besser. EPS RENNSPORT hält trotzdem an den gesteckten Zielen fest, dessen Höhepunkt die Teilnahme am ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring darstellt. Wie in den letzten Tagen bestätigt wurde, wird dieses glücklicherweise nicht ersatzlos gestrichen, sondern auf September 2020 verschoben: Das Team freut sich auf dieses sportliche Großereignis und ist zuversichtlich, bis dahin die schlimmste Zeit dieser Krise überstanden zu haben.