Das 44. DMV 4-Stunden Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft wird als eines der kürzesten VLN-Rennen in die Geschichte der Rennserie an der Nürburgring Nordschleife eingehen. In Runde zwei bereits unterbrach die Rennleitung den zweiten Saisonlauf aufgrund von einsetzendem Schneefall. Von den Streckenabschnitten Fuchsröhre bis Bergwerk blieb der Schnee auf den Seitenstreifen liegen, was die Sicherheit der Fahrer nicht mehr gewährte. Für den weiteren Rennnachmittag kündigte die Wettervorhersage weiteren Niederschlag und Schnee an. Aufgrund dieser Prognosen entschieden die Sportkommissare gemeinsam mit der Rennleitung das Rennen nicht wieder aufzunehmen und erklärten die Rennveranstaltung für beendet.

„Schade das wir nur mit einem kurzen Gastspiel in der Eifel in die Saison starten durften, aber wenn die Sicherheit für uns Fahrer auf der Strecke nicht mehr gewährleistet werden kann, war die Entscheidung absolut richtig“, erklärte Patrick Steuer. Das Bubsheimer EPS-RENNSPORT Team hatte in den vergangenen Monaten ein BMW E90 325i, der bis dato als Straßenfahrzeug genutzt wurde über die Wintermonate komplett eigenständig zu einem Rennfahrzeug nach den Lizenzrichtlinien aufgebaut. Das Team um Teamchef Patrick Steuer arbeitete Tag und Nacht um den Aufbau fertigzustellen und erhielt durch Lieferantenengpässe und Fehllieferungen unzählige Rückschläge. EPS-RENNSPORT entschied sich erst am zweiten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft teilzunehmen. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden. Es geht bei einem Fahrzeugaufbau nicht um Schnelligkeit, es geht um die Sicherheit für den Fahrer und die optimale Zusammensetzung der einzelnen Komponenten. Es ist unsere Lebensversicherung auf der Rennstrecke, wenn dort aus Zeitgründen oder schlechten Komponenten gespart wird, kann es für uns als Fahrer ungemütlich werden“, so Steuer.

Vor dem Start auf der Nürburgring Nordschleife nutzte das EPS-RENNSPORT Team mit den beiden Fahrern Patrick Steuer und Uwe Mallwitz einen Testtag am Hockenheimring um den BMW E90 325i auf Herz und Nieren zu prüfen. Von dort aus ging es weiter an die Nürburgring Nordschleife. Nach dem Training und dem Qualifikationslauf blickte Fahrer Uwe Mallwitz optimistisch in das bevorstehende Rennen. Die kalten Temperaturen erschwerten den Aufbau einen guten Halt der Reifen auf der Strecke, zudem erschwerten unzählige Code-60-Zonen verursacht durch Unfälle anderer Teilnehmer gute Rundenzeit für die Qualifikation wodurch die Fahrerpaarung sich weit hinten im Feld einreihen musste.

Das Rennen wurde in der Eifel pünktlich gestartet mit winzigen Sonnenstrahlen, die durch den Wolkenhimmel brachen. Bereits 10 Minuten nach Rennstart wurde das Rennen unter roter Flagge abgebrochen und Startfahrer Uwe Mallwitz musste den BMW zurück in die Box pilotieren. Ein heftiger Schneesturm und schlechte Sicht hatten schwere Unfälle zur Folge und an Sicherheit war nicht mehr zu denken. „Die Eifel macht es jedes Jahr spannend, so kennen wir die Grüne Hölle. Das Fahrzeug ließ sich bei den Wetterbedingungen noch erstaunlich gut pilotieren und ich wäre gerne noch eine Runde draußen geblieben und wäre auf Taktik gefahren aber die Rennleitung hat das letzte Wort“, erklärte Mallwitz.

Die Rennleitung entschied das Rennen nicht in die Wertung aufzunehmen, erst ab einer Renndistanz von 80 Minuten kann an eine Punktevergabe gedacht werden. Enttäuscht machte sich das EPS-RENNSPORT Team auf den Heimweg und bereitet zuhause auf den kommenden Lauf am 27. April vor.