Elf Wochen hat die VLN auf der Nürburgring Nordschleife pausiert. Mit VLN 4 startete die Langstreckenmeisterschaft erst richtig in die zweite Saisonhälfte 2019. Wochenlange arbeiten und Optimierungen in der heimischen Werkstatt ließen das EPS-RENNSPORT Team mit großer Zuversicht in die Eifel anreisen.

Leider machte sich bereits während des Freitagstrainings bemerkbar, dass das Rennfahrzeug nicht die volle Leistung auf die Strecke bringen konnte. Um größere Schäden zu vermeiden, entschied das Team um Patrick Steuer das Fahrzeug aus dem Training zu nehmen und in Ruhe auf Fehlersuche bis spät in die Nacht hinein zugehen.

Mit neuem Kampfgeist ging Teamchef P. Steuer am Samstagmorgen in die erste Qualifikationsrunde. Steuer konnte guten Streckenzeiten liefern ohne technisch, bemerkbare Probleme. Am Ende der 24,5 km traten erneut die technischen Probleme auf. Das EPS-RENNSPORT Team kämpfte mit dem Leistungsverlust während zeitgleich die Qualifikation abgebrochen wurde aufgrund eines schweren Unfalls auf der Strecke. Das Mechanikerteam nutzte die Unterbrechung um den BMW erneut auf die Fehlerursache zu Untersuchung. Fahrerkollege Uwe Mallwitz (DE-Kornwestheim) konnte nach Freigabe der Strecke und reduzierter Leistung das Team für den Start qualifizieren.

Es wurde blieb keine Minute ungenutzt. Zwischen Qualifikation und Rennstart blieb dem Team weniger als eine Stunde um wichtige Motorteile zu tauschen um die mögliche Fehlerquelle einzudämmen. Trotz aller Mühen merkten Teamchef und Mechaniker, dass der Fehler nicht behoben war und die Entscheidung viel schweren Herzens nicht an den Start zu gehen um einen Motorschaden zu verhindern. „Es ist sehr enttäuschend wenn man ein Rennen gar nicht erst aufnehmen kann, gerade wenn man alles dafür getan hat, aber das ist Motorsport“, erklärt Steuer betrübt.

Nach dem Rückschlag ist das Team bereits daran das Auto wieder zu revidieren und den Blick nicht mehr auf die Enttäuschung zu richten. Bereits in drei Wochen steht der Saisonhöhepunkt mit 6 Stunden Renndistanz auf dem Programm. Steuer berichtet „Die Nürburgring Nordschleife hat auch dieses Mal wieder Ihr wahres Gesicht gezeigt, da draußen ist kein Platz für Fahrfehler. Da kann man nur den Sicherheitsstandard danken, dass hier keine größeren Personenschäden entstanden sind, trotzdem gehen wir voller Elan an die Vorbereitungen für das 6 Stunden Rennen und beheben mit unserem Technikpartner aktuell den Fehler“, sagt Steuer vorausschauend.